Geschichte Zeilsheims Auf einer Landkarte wurde Zeilsheim erstmals 1587 dargestellt In der noch nicht genordeten Karte sind auch die Nachbargemeinden dargestellt Bild Karte von 1587 Im 30jährigen Krieg hat Zeilsheim wie alle um liegenden Ortschaften schwer gelitten Kaum hatte sich das kleine Dörfchen etwas von diesem schrecklichen Krieg erholt wurde es 1666 von der Pest heimgesucht die 24 der 95 Einwohner den Tod brachte 1683 wurde erstmals eine Schule erwähnt Seit 1722 ist das Zeilsheimer Ortswappen bekannt das auf blauem Grund ein silbernes Z zeigt Nach vielen Jahrhunderten endete 1803 die Herr schaft der Kurfürsten von Mainz und Zeilsheim wurde nassauisch 1818 wurde auf Anordnung der Behörden der Neu bau der Zeilsheimer Kirche an der Stelle eines bau fälligen Kirchleins begonnen und 1819 vollendet Der nassauische Bauinspektor Christian Zais er richtete ein Gotteshaus im klassizistischen Stil das heute den Chorraum der katholischen Kirche bildet Mit der Gründung der Farbwerke Höchst im Jahre 1863 begann für Zeilsheim eine neue Zeit Lebte man zuvor von Landwirtschaft Handwerk oder als Tagelöhner gab es nun Arbeitsplätze mit si cherem und regelmäßigem Einkommen Bald konnte die Region den Arbeitskräftebedarf der ständig wachsenden Fabrik nicht mehr de cken Zuwanderer aus strukturschwachen Teilen Deutschlands mussten mit Wohnungen versorgt werden 1899 wurde mit dem Bau einer Arbeiter kolonie in Zeilsheim begonnen Die im englischen Cottage Stil errichteten Häuser mit Gärten boten den Bewohnern moderne und gesunde Wohnver hältnisse In die Kolonie zogen auch viele Protestanten und in dem zuvor rein katholischen Ort entwickel te sich lebendiges evangelisches Leben Schon 1902 konnte eine selbständige Kirchengemeinde Sindlingen Zeilsheim gebildet werden Mitten in der Kolonie wurde1912 eine evangelische Kirche erbaut Die Kolonie steht heute weitgehend unter Denk malschutz und stellt ein für unseren Raum einma liges Ensemble dar Bild Kolonie und Farbwerke um 1930 1917 verlor Zeilsheim seine Selbständigkeit und wurde zunächst nach Höchst und 1928 nach Frankfurt eingemeindet 9

Vorschau Stadtteilbroschüre Seite 9
Hinweis: Dies ist eine maschinenlesbare No-Flash Ansicht.
Klicken Sie hier um zur Online-Version zu gelangen.