Geschichte Zeilsheims Kurze Geschichte Zeilsheims Auf Basis des Berichts von Bernd Christ aus dem Jahre 2011 Steinzeitliche Funde belegen dass die Zeilshei mer Gemarkung zum Altsiedlungsraum des Tau nusvorlandes gehörte Auch in den folgenden Kul turperioden war unsere Heimat ständig besiedelt Bild Hockergrab ca 2000 vor Chr Die Römer beeinflussten seit 100 nach Christus die Entwicklung unserer Gegend durch Straßen bau und Ansiedlungen Mehrere Gutshöfe soge nannte villae rusticae befanden sich in der heu tigen Gemarkung Zeilsheim Bei Ausgrabungen in den Jahren 2004 und 2005 wurde ein großes römisches Gräberfeld aus der Zeit um 130 nach Christus freigelegt Hervorragende und wertvolle Urnen und Grabbeigaben weisen auf einen hohen Lebensstandard und Reichtum der Bestatteten hin Das Dorf Zeilsheim ent stand zur Zeit der fränki schen Landnahme im 5 und 6 Jahrhundert Bild fänkischer Doppelkoni scher Topf ca 6 Jhd n Chr Zeilsheim gehörte damals zum Niddagau und wurde 794 erstmals urkundlich erwähnt In einer Schenkungsurkunde überschrieb Flanbrecht aus dem Dorf Ciolfesheim dem Kloster Lorsch 1 Hube 1 Hof und 30 Morgen Land und weitere 30 Mor gen Land und einen Knecht Bild Urkunde Die Entwicklung von Ciolfesheim später Zeils heim in den folgenden Jahrhunderten ist durch Übertragung von Grundbesitz an geistliche und weltliche Grundherren dokumentiert Im Hochmittelalter kam Zeilsheim unter die Ober herrschaft der Mainzer Erzbischöfe Erstmals trat Zeilsheim 1463 über seine Grenzen in Erscheinung 1459 hatten sich die Grafen Diether von Isenburg und Adolf von Nassau um das Amt des Erzbischofs und Kurfürsten von Mainz bewor ben Diether wurde zum Erzbischof gewählt Der Papst setzte Diether jedoch ab und erklärte Adolf zum Erzbischof Sofort begannen kriegerische Auseinanderset zungen die weite Gebiete unserer engeren und weiteren Heimat verwüsteten Am Mittwoch nach Francisci dem 5 Oktober 1463 wurde gegeben und geschehen im Feld bei Zeilsheim eine Friedensabrede geschlossen Der formelle Friedensvertrag wurde wenig später in Frankfurt unterzeichnet Drei Jahrhunderte spä ter wurde am vermu teten Treffpunkt der Kontrahenten am Weg nach Münster ein Kreuz errichtet das noch heu te im Volksmund Frie denskreuz genannt wird Bild Auszug aus dem Buch Hess Denkwürdigkeiten von 1799 8

Vorschau Stadtteilbroschüre Seite 8
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