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Am 1. Februar 1911 wurde auf Initiative des damaligen Pfarrers Weil und Herrn Rektor Graulich
der Chor mit 60 Sängerinnen und Sänger gegründet. Der Name "Cäcilia" stammt von einer Märtyrerin
aus dem 2. Jahrhundert und schon viele Chöre hatten sich diese als Schutzpatronin für ihren
Chor erwählt. Durch die gemeinsame Freude am Singen wuchsen die Katholiken aus dem alten Ortsteil
und die Neuzugezogenen aus der "Kolonie" schnell zusammen.
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Unter der Leitung von Herrn Rektor Graulich als Dirigenten war die erste Aufführung an Palmsonntag,
dem 09.04.1911 zu Ehren der Einführung von Herrn Pfarrer Weil.
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Die Chorproben fanden im alten Schulgebäude neben der Pfarrkirche statt, das gleichzeitig den
1911 nach Zeilsheim gekommenen Dernbacher Schwestern als Schwesternhaus diente. Nach dem Bau
des Schwesternhauses in der Saalfelder Straße im Jahre 1913 wurden die Chorproben dort abgehalten.
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Von 1914 bis 1919 musste der Chor wegen des 1. Weltkrieges seine Arbeit unterbrechen
und konnte diese erst 1919 wieder aufnehmen. Erstmalig wurde ein Vorstand gewählt, 1. Vorsitzender
war Herr Jakob Wüst.
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1920 gab sich der Chor eine Satzung.
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Nachfolger für Herrn Rektor Graulich als Dirigent wurde am 01.09.1925 Herr Josef Baum.
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In dieser Zeit waren neben den Chorproben auch die Tanz-, Theater- und Fastnachtsveranstaltungen
des Kirchenchores in der Gemeinde federführend.
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Am 15.11.1931 fand das erste öffentliche Konzert des Chores statt, 450 Zuschauer waren
von dessen Leistungen begeistert.
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Bei der Grundsteinlegung des Kirchenanbaues zu Pfingsten 1932 trat der Chor in Erscheinung,
ebenso bei der Glockenweihe am 04.09.1932 und der Kirchweih am 20.11.1932.
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Ab dem Jahr 1933 wurde der Druck des Regimes immer stärker, ab 1935 durften keine Pfarrfeiern
mehr stattfinden und der Chor musste sich auf rein religiöse Aktivitäten beschränken.
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1936 wurde das 25-jährige Jubiläum des Chores begangen, zu dem der Gründer Pfarrer Weil eingeladen
wurde. Präses Pfarrer Rudersdorf, ein treuer Freund und Gönner des Chores, verstarb im gleichen
Jahr.
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Durch den Kriegsbeginn 1939 sank die Zahl des aktiven Sänger erheblich und im Jahr 1940 wurde
auch der Chorleiter Herr Josef Baum einberufen. Herr Kilian Döll führte den Chor bis zu seiner
eigenen Einberufung als Stellvertreter des Chorleiters und Vorsitzender weiter.
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In den Kriegsjahren 1941-1944 lief der Chorbetrieb den Verhältnissen entsprechend behindert
weiter. Besonders belastend waren die Verdunklung und die häufiger werdenden Fliegeralarme.
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Im Januar 1945 erschienen nur noch 4 Männer und 8 Frauen zur Probe. Als im Juni
1945 Adolf Gräser aus dem Krieg zurückkehrte, übernahm er sofort die stellvertretende Leitung
des Chores und im November 1945 konnte der Chor beim Kirchweihfest unter der Leitung von Kaplan
Erbach wieder den Gottesdienst gestalten.
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Als Chorleiter Baum 1946 aus Kriegsgefangenschaft kam, konnte der Chorbetrieb langsam wieder
normal fortgeführt werden.
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Zum 40-jährigen Stiftungsfest 1951 wurde im Hochamt die Messe in C von Anton Bruckner
mit Orchester aufgeführt.
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Am 03.02.1959 verstarb Geistl. Rat Pfarrer Rupp; er war Zeit seines Lebens ein Freund und
Förderer des Chores gewesen und hatte den Chor noch am Vorabend seines Todes besucht.
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Pfarrer Heinz Wolf wurde am 12.04.1959 in die Gemeinde eingeführt.
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Am 22.01.1961 wurde das 50-jährige Jubiläum begangen, bei dem auch noch eine Reihe von Gründern
teilnehmen konnte.
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Herr Valentin Erb trat ab 1962 die Nachfolge als Vorsitzender von Herrn Kilian Döll an, der
von nun an Ehrenvorsitzender wurde.
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Die neue Orgel, 1962 angeschafft, erfüllte einen Herzenswunsch des ganzen Chores. Im gleichen
Jahr wurde St. Stephan als Filialkirche eingeweiht.
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In den Jahren 1964 bis 1970 wurden viele gute Leistungen erbracht.
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1971 feierte man das 60-jährige Jubiläum mit der Messe in G von Franz Schubert
und Werken aus der "Schöpfung" von Josef Haydn.
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Josef Baum, langjähriger verdienter Chorleiter, verabschiedete sich an Ostern 1973 mit der
Schubert-Messe in G und Herr Bernd Pichelmann übernahm mit 20 Jahren den Chor.
Er brachte auch junge Sänger mit in den Chor, was diesem sichtlich gut bekam. Im gleichen Jahr
legte auch Herr Gregor Rützel nach 36 Jahren als Schriftführer sein Amt in jüngere Hände.
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Pfarrer Wolf feierte im Jahr 1976 sein 40-jähriges Priesterjubiläum und der Chor gestaltete
den Festgottesdienst u. a. mit der "Krönungsmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart.
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Es folgten viele Auftritte des Chores bei diversen Ausflügen, Festen und Konzerten; besonderen
Spaß machte der Auftritt bei der Hochzeit von Herrn Pichelmann am 07.07.1979.
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Herr Lothar Schmitt übernahm 1981 den Vorsitz und am 25.10.1981 fand anlässlich des 70-jährigen
Chorjubiläums ein Konzert in der Pfarrkirche mit der "Krönungsmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart
und diversen Stücken von Haydn und Händel statt.
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Schöne Tage konnte der Chor in La Celle St. Cloud, der Partnergemeinde in Frankreich
am 28./29. Mai 1982 erleben.
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Zum 25-jährigen Ortsjubiläum von Herrn Pfarrer Wolf brachte der Chor die "Spatzenmesse" von
Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör; Pfarrer Wolf wurde am 01.09.1984 verabschiedet und Pfarrer
Leber am 09.09.1984 in sein Amt als Pfarrer der Gemeinde eingeführt.
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Zum 75-jährigen Chorjubiläum im Jahre 1986 wurden Psalmen von Heinrich Schütz und Werke von
Dietrich Buxtehude aufgeführt. Am Ende dieses Jubeljahres sang der Chor zu Ehren von Pfarrer
Wolf, der sein Goldenes Priesterjubiläum feiern konnte, die Messe in D von Antonin
Dvorak.
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Ab dem Jahr 1989 werden auch die Fastnachts-Aktivtäten der Gemeinde durch eine kleine Abordnung
des Chores, die "Kerschemäus", wieder mitgestaltet.
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Ab 1988 war Herr Alexander Ullrich Vorsitzender Chores, ab 1990 Frau Monika Bachmann und
von 1992 bis 2002 Frau Irmgard Selt.
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Pfarrer Leber ging im September 1991 nach Bad Homburg und im Januar 1992 wurde Pfarrer
Reichert in Zeilsheim eingeführt. Er war 8 Jahre Pfarrer der Gemeinde und nach seinem Weggang
im September 2000 wurde Bruder Friedrich Neumüller im November 2000 sein Nachfolger.
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Ein besonderer Höhepunkt war sicherlich der 11.11.2001, an dem der Chor sein 90-jähriges Jubiläum
feiern durfte und in einem Festgottesdienst die Messe in C von Ludwig van Beethoven
aufführte. Dies gehört mit zu den besondern Ereignissen in der Chorgeschichte.
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Anfang 2002 übernahm Monika Dörr das Amt der 1. Vorsitzenden.
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Zum 95. Geburtstag des Chores stand die allseits beliebte Krönungsmesse von W. A. Mozart auf dem Programm,
die unter anderem auch durch Spendengelder der Firma Infraserv mitfinanziert wurde und nicht zuletzt auch durch
sehr viele großzügige Spenden aus den Reihen der fördernden Mitglieder.
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Gerade diese fördernden Mitglieder sind eine große Unterstützung für die Arbeit des Chores,
da nur allein durch den Beitrag und die Zuwendungen aus der Gemeinde keinesfalls alle geplanten musikalischen
Darbietungen durchgeführt werden könnten.
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Ein schönes Ereignis war das gemeinsame Adventskonzert mit dem MGV Eintracht und der Gruppe EiCappella im
Dezember 2009, das bei allen Besuchern auf großen Beifall stieß und unbedingt in ähnlicher Form wiederholt
werden soll.
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Das Jubiläumsjahr 2011 war ein großes Ereignis – angefangen mit einem Festgottesdienst am 06.02.2011 in der Pfarrkirche
mit der "Messe solenelle" von Vierne. Beim anschließenden Empfang im Pfarrgemeindezentrum platzte der Raum fast aus allen
Nähten. Viele Vereinsvertreter, ehemalige Gemeindepfarrer und natürlich Chormitglieder sowie Freunde und Förderer waren
gekommen, um den Auftrakt des Festjahres zu würdigen.
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Nach vielen Auftritten in Gottesdienst folgte am 31.10.2011 der Höhepunkt – das Jubiläumskonzert mit der
"Kaisermesse" von Antonio Saliere, dem "Exsultate, jubilate" von Wolfgang Amadeus Mozart und dem "Te Deum" von
Marc Antoine Charpentier. Einstimmig befanden alle Konzertbesucher, dass das etwas ganz Besonderes für Zeilsheim
war und jeder, der nicht das Konzert besuchen konnte, etwas verpasst hatte! Die anschließende Chorfeier im PGZ
bleibt sicher vielen in Erinnerung.
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Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete ein gemeinsames Konzert Zeilsheimer Chöre – ein Novum! Zusammen mit
dem MGV Eintracht, dem Volkschor Thalia, dem evangelischen Kirchenchor und der Gruppe "EiCappella" gestaltete unser
Chor ein wunderschönes vorweihnachtliches Konzert, das mit einem gemeinsam gesungenen Adventslied von allen Chören
und dem Publikum endete.
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Alle Mitwirkenden und natürlich alle Zuhörer waren begeistert und hatten soviel Spaß am Musizieren, dass so ein
Konzert natürlich gerne wiederholt werden soll.
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Nun haben wir 100 Jahre Chorgesang gefeiert – freuen wir uns auf viele weitere schöne Jahre mit Chorgesang
und Geselligkeit.
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