Wir über uns

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung ist die Arbeitnehmerbewegung der katholischen Kirche. Sie vertritt innerhalb und außerhalb der Kirche die Interessen der ArbeitnehmerInnen. Dabei stehen auch die Belange der Familien selbst im Interesse der KAB, denn eine Interessenvertretung für ArbeitnehmerInnen bleibt immer unvollständig, wenn sie nicht die Belange aller Familienmitglieder berücksichtigt.

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung Frankfurt/Main-Zeilsheim ist eine engagierte Gruppierung in der katholischen Pfarrgemeinde St. Bartholomäus / St. Stephan, eine lebendige Gemeinschaft von ChristInnen, von ArbeitnehmerInnen und Familien. Wir sind ein kirchlicher Verband mit sozialen und berufspolitischen Zielen. In regelmäßig stattfindenen Bildungsabenden setzen wir uns mit politischen, sozialen und religiösen Themen auseinander. Dabei informieren wir uns sowohl über die Entwicklung in unserem Land als auch über die Lebensverhältnisse in der sogenannten "3. Welt".

Einen hohen Stellenwert haben für uns außerdem die Gespräche über unseren Glauben. Ein gutes Miteinander und Füreinander wird gelebt und erlebt. Die Mitglieder der KAB, von denen sich viele auch in unserer Pfarrgemeinde engagieren, setzen immer wieder neues im Gemeindeleben in Bewegung.

Natürlich kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz; im Sommer eine kleine Wanderung, zwischendurch mal ein Dämmerschoppen und jedes Jahr im Dezember ein Treffen zur Einstimmung in den Advent.


Geschichte der KAB Frankfurt am Main-Zeilsheim

Gründung

Gegründet wurde der Ortsverein Frankfurt/Main-Zeilsheim am 18.04.1978 im Saal des Schwesternhauses. Die Gründung der KAB in Frankfurt/Main-Zeilsheim gestaltete sich allerdings nicht gerade einfach. Zum einen mussten Mitglieder für den neuen Verein geworben werden, zum anderen der Pfarrer der Gemeinde, Heinz Wolf, davon überzeugt werden, das "K" im Logo der KAB nicht als Kürzel einer zur Gründungszeit noch zugelassenen Partei zu sehen. Außerdem befürchtete er eine Konkurrenz zu dem bereits bestehenden pfarreigebundenen "Katholischen Männerbund". Pfr. Wolf konnte allerdings trotz seiner Bedenken davon überzeugt werden, sein Einverständnis zur Gründung der KAB in Zeilsheim zu erteilen.

So ging der Gründungsversammlung eine, durch den Bezirksvorsitzenden Wolfgang Schnitzer initiierte, Werbeaktion im März und April des selben Jahres voraus, bei der er zusammen mit dem späteren
Gründungsmitglieder
Gründungsmitglieder im Jubiläumsjahr 2003
(noch aktive Mitglieder)
(v.l.n.r.): Editha Erb, Margot Klieber, Gertrud Koik,
Josef Kuhn, Valentin Erb, Elisabeth Kuhn,
Alfons Gerling, Irmtraud Ullrich,
Präses Br. Friedrich Neumüller und Manfred Ullrich
(es fehlt Brunhild Gerling)
1. Vorsitzenden Manfred Ullrich im Werk Hoechst und bei Hausbesuchen um Mitglieder warb. Bei der Gründungsversammlung waren schließlich 38 Personen, darunter der damalige Ortspfarrer Heinz Wolf und der Bezirkssekretär der KAB Rhein-Main, Karl-Heinz Trageser, anwesend, von denen 29 als Gründungsmitglieder der KAB beitraten.

Die Gründungsmitglieder waren:

  • Karl-Heinz und Maria Baur
  • Michael Erb
  • Valentin und Edith Erb
  • Rudolf und Christel Fleck
  • Alfons und Brunhild Gerling
  • Karl und Rita Herrmann
  • Josef und Margot Klieber
  • Géza und Illona Katalin Hönisch
  • Franz und Gertrud Koik
  • Josef und Elisabeth Kuhn
  • Jakob und Matilde Meier
  • Willi und Erna Pfeffer
  • Anton und Erika Schreiber
  • Heinz und Maria Stenner
  • Manfred und Irtraud Ullrich

In der von Karl-Heinz Trageser geleiteten Gründungsversammlung wurde der erste Vorstand in nachfolgender Zusammensetzung gewählt:

         Vorsitzender  :  Manfred Ullrich
         Präses  :  Pfr. Heinz Wolf
         Schatzmeister  :  Franz Koik
         Schriftführerein  :  Maria Baur
         Beisitzer  :  Rita Herrmann
Valentin Erb
Josef Kuhn
Willi Pfeffer



Anfangsjahre

Es war kein leichtes Unterfangen in einem Stadtteil zu beginnen, in dem bereits 37 Vereine aktiv waren. Dabei war es insbesondere nicht sehr hilfreich, dass immer wieder von der Katholischen Arbeiter-Bewegung gesprochen wurde. Wie sollte man da Angestellte gewinnen? Doch dieses Problem wurde überwunden. Der Männerbund ist keine Konkurrenz; gegenseitige Einladungen und gemeinsame Veranstaltungen beweisen dies.

Weitere Erschwernisse die uns zu schaffen machten sind die mehrfachen Aktivitäten unserer Mitglieder in anderen pfarreilichen Gremien und Gruppierungen, wie im Pfarrgemeinderat, als Liturgiehelferinnen und -helfer, im Kirchenchor, der Frauengemeinschaft usw.

Trotzdem konnten wir uns über eine durchschnittliche Beteiligung an unseren Veranstaltungen von ca. 20 Personen freuen. In der Gründerzeit hatten besonders Tanzveranstaltungen werbenden Charakter.

Bewährt hat sich die Vereinsarbeit bei folgenden Themen:

  • Ausrichtung des Bezirkstages am 22.06.1980 in unserem Pfarrgemeindezentrum
  • Unterschriftensammlung "Rente für Mütter" am 15./16.12.1980
  • Unterschriftensammlung am 05./06.09.1981gegen die Stilllegung der Adler-Werke
  • Teilnahme an der von der Pfarrgemeinde 1982 initiierten Paketaktion für das unter Kriegsrecht stehende Polen
  • Teilnahme an einem Urlaubsaufenthalt in Meransen/Südtirol im Rahmen des Ketteler-Ferienwerkes in der Zeit vom 21.05.-04.06.1984 als erste Gruppe des Bezirksverbandes
  • Initiierung des Verkaufs von Waren aus der sogenannten 3. Welt im Jahre 1992, der inzwischen von einem eigenen PGR-Sachausschuss "Mission-Entwicklung-Frieden" übernommen wurde und zu einer festen Einrichtung, die von den Gliederungen der Pfarrei im Wechsel wahrgenommen wird, geworden ist



Heute

Alljährlich wird ein Jahresprogramm erstellt. Es wird immer dabei beachtet, dass bei den Bildungsangeboten nicht nur Wortgewandte in den verschiedensten Situationen des Alltags das Sagen haben, sondern, dass jeder Teilnehmer, gemäß unserer Maxime "bewusst leben", die jeweilige Situation aus der Sicht der katholischen Soziallehre richtig zu sehen, sie entsprechend zu beurteilen und entsprechend zu handeln, in der Lage ist.

Dazu dienten die wichtigsten hier aufgeführten Veranstaltungen:
       1991:
  • Sozial auf Kosten der Frauen?
       1992:
  • Seminar "Armut in der 3. Welt"
  • Beginn des Verkaufs von Waren aus der sogenannten 3. Welt
       1993:
  • Informationsabende über die Weltreligionen:
    • Gestalt Jesu aus jüdischer Sicht
    • Spiritualität im orthodoxen Glauben
    • Der islamische Glauben
  • Seminar "Familie und Arbeitswelt"
       1994:
  • 3 Informationsabende über verschiedene Enzykliken
  • Beginn von gemeinsamen Bibelabenden mit Frauengemeinschaft und Männerbund
       1995:
  • Konsultationsprozess - Mitglieder erarbeiten Veränderungswünsche
       1996:
  • Kirche unter kleinen Leuten:
    • Schwester Sigrid (Franziskanerinnen) berichtet über ihr Leben mit Obdachlosen
    • Schwester Benadette (Kleine Schwestern Jesu) lebt mit ihrer Kommunität in einem Problem-Stadtteil Frankfurts
  • Die Landlosen-Bewegung (Referent: T. Schmitt)
  • Langzeit-Arbeitslose und Drogenabhängige (Referent: H. Pfreundschuh)
       1997:
  • gemeinsames Seminar mit dem Evangelischen Arbeiterverein in Friedewald
  • ergänzendes Tagesseminar "Wirtschaften für das Leben" (Referent: K.-H. Schmidt)
       1998:
  • 18.04.: 20 Jahre KAB Frankfurt/Main-Zeilsheim
  • 03.05.: Festgottesdienst
       1999:
  • Diakonat der Frau
  • Agenda 21 - Werte und Wertewandel in unserer Gesellschaft
  • Unterschriftensammlung für die Kampagne "Erlassjahr 2000"
       2000:
  • "Als Deutscher Priester im Kongo" (Pfarrer H. Müllers)
  • Globalisierung - Schlagwort oder Chance?
  • Die Rechtfertigungslehre
  • Aktion: "Sonntag muss Sonntag bleiben.":
    Infostand vor den Gottesdiensten und Unterschriftensammlung. 240  Unterschriften wurden an Ministerpräsident Koch gesandt. Es gingen Briefe an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien und an den Verwaltungsrat der Stadt Frankfurt/Main.
       2001:
  • Friedensarbeit in Bosnien und im Kosovo
  • Bericht aus Omsk in Sibirien
  • Abend über das Judentum
  • Christlicher Glaube und Politik

Über die Themen unserer Bildungsabende erscheint meistens ein ausführlicher Bericht im Info-Blatt der Pfarrei, so fehlt es unserem Auftrag nicht an Breitenwirkung. Karitativ sind wir aktiv in der Unterstützung von Missionspfarrer Pirmin Spiegel in Brasilien. In der von der KAB durchgeführten Sammelaktion von Kleidung für Omsk in Sibirien wurden wir von der Bevölkerung ausgezeichnet unterstützt.

Zwei- bis dreimal im Jahr wird der Wortgottesdienst von uns gestaltet. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz: Adventsfeiern, Grillabende, Spaziergänge. Die Aufzählung ist nicht erschöpfend.

Vorstand 2003
Der Vorstand im Jubiläumsjahr 2003
(v.l.n.r.): Josef Kuhn, Evelyn Huck,
Herrmann Schleich, Elisabeth Kuhn,
Klaus Michalik, Präses Br. Friedrich Neumüller


Liste der Vorsitzenden und Präsides

       Vorsitzende:     April 1978-August 1981    :    Manfred Ullrich
August 1981-Februar 1985    :    Franz Koik
Februar 1985-März 1988    :    Valentin Erb
März 1988-März 2003    :    Elisabeth Kuhn
seit März 2003    :    Klaus Michalik
 
       Präsides:     18.04.1978-30.08.1984    :    Pfarrer Heinz Wolf
01.09.1984-31.12.1994    :    Pastoralreferent Christoph Gräf
01.01.1995-15.09.2000    :    Pfarrer Ludwig Reichert
16.09.2000-31.10.2000    :    vakant
01.11.2000-14.10.2005    :    Pfarrer Bruder Friedrich Neumüller
15.10.2005-30.11.2005    :    vakant
seit 01.12.2005    :    Pfarrer Martin Sauer


Mitwirkung in politischen Institutionen:

  • Alfons Gerling ist Mitglied des Hessischen Landtages und Vorsitzender des Zeilsheimer Vereinsrings.
  • Manfred Ullrich war lange Jahre Ortsbeiratsmitglied und stellv. Vorsitzender des Ortsbeirates in Frankfurt am Main.
  • Anton Schreiber war Schiedsmann, Betriebsratmitglied in der Hoechst A.G. und Versicherungsältester der LVA.
  • Elisabeth Kuhn ist Mitbegründerin der früheren Frauen-Arbeitsgemeinschaft im KAB-Bezirksverband Rhein-Main.